Deutsch-dänische Beziehungen
Die Vorbereitung auf den Brückenschlag
über den Fehmarnbelt
Ob es nun eine Brücke werden wird oder ein Tunnel, wie die dänische Projektgesellschaft Femern A/S am 22. Juni überraschend mitgeteilte, ändert nichts an der Tatsache, dass in der Region Fehmarnbelt eine attraktive Verkehrsverbindung gebaut werden soll. Ob der „Brückenschlag“ zwischen Deutschland und Dänemark nun im wahrsten Wortsinn über eine Brücke oder durch einen Tunnel erfolgen wird, ist für nachfolgende Betrachtung einerlei.
Dass sich die Dänen kräftig ins Zeug legen, seitdem sie wissen, dass die feste Verbindung über den Fehmarnbelt kommen wird, ist kein Geheimnis. Auf deutscher Seite wird erst einmal nachgedacht. Man steht dem Projekt eher skeptisch gegenüber. Dennoch sollte die Wirtschaft, ganz gleich auf welchem Sektor, sich Gedanken machen, wie man die Vorteile der Großregion nutzen kann, die den Landstrich zwischen Hamburg und Kopenhagen aufwerten soll.
Es heißt also, nach vorne schauen und sich Gedanken machen, welche Angebote und Produkte für den kommenden Markt passen, was neu entwickelt werden muss oder wo ein neues Marktsegment entstehen kann? Die Felder gilt es im Dienstleistungsbereich zu bestellen, im Tourismus und im Handel. Ein Anfang ist bereits gemacht. Schon heute blühen hier und da kleine Pflänzchen.
Die Region Lübeck macht sich startklar
Ein Umzugsunternehmen macht beispielsweise von sich reden, denn es wird Menschen geben, die einen Arbeitsplatz im Nachbarland bekommen und dorthin ziehen werden. Autohäuser im Norden Ostholsteins bieten den dänischen Nachbarn günstige Autoreparaturen an. Die touristischen Anbieter, die Freizeitparks, die Urlaubsorte und -regionen entlang der A1 und der E47 sind ohnedies schon seit langem dabei, ihre Gäste aus beiden Teilen der Fehmarnbeltregion zu rekrutieren.
Die IHK zu Lübeck und deutsch-dänische Ausbildungsprojekte wie ArTeMa von der Handwerkskammer sind seit kurzem in Gange. Andere Unternehmen und Institutionen sollten nachziehen und ihre Stärken auf den kommenden Markt hin prüfen und anpassen.
Werbung zieht die Blicke auf sich
Auch werbetechnisch gilt es, seine Pfründe zu sichern und rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Vergleicht man das Anzeigenaufkommen in den bisherigen Ausgaben von Fehmarn Belt Direkt, so zeigt sich, dass die dänischen Unternehmen und auch die Regionen das Potenzial längst erkannt haben. 230.000 Exemplare der dänisch-deutschen Publikation sind ein ernst zu nehmender Faktor.
Die Zeitung über die Fehmarnbelt-Verbindung liegen in Deutschland der Gesamtauflage der Lübecker Nachrichten bei. Auf dänischer Seite werden sie über Folketidende, Dagbladet und verschiedene Amtsblätter verteilt. Das nächste Mal zum Herbstanfang am 23. September.
Weitere Informationen unter www.femern.info/de

Informationen zur Beilage „Fehrmarnbelt Direkt“ erhalten Sie bei den Lübecker Nachrichten von Rainer Wilkens unter Telefon: 04 51/144 - 18 40 oder
per Mail: rainer.wilkens@LN-luebeck.de






